
Prävention

Prävention ist ein zentraler Schlüssel, um das deutsche Gesundheits- und Pflegesystem langfristig zu entlasten. Angesichts des demografischen Wandels, steigender Pflegebedarfe und eines zunehmenden Fachkräftemangels reicht es nicht aus, erst dann zu handeln, wenn Erkrankungen, Stürze oder Pflegebedürftigkeit bereits eingetreten sind.
Wirksame Prävention setzt früher an: Sie erkennt Risiken rechtzeitig, stärkt die Selbstständigkeit älterer und gefährdeter Menschen und kann dazu beitragen, Krankenhausaufenthalte, Pflegebedürftigkeit und Folgeerkrankungen zu vermeiden oder hinauszuzögern. Damit verbessert Prävention nicht nur die Lebensqualität der Betroffenen, sondern schützt auch wertvolle personelle und finanzielle Ressourcen im Gesundheits- und Pflegesystem.
Genau in diesem Bereich sehen wir mit StAnD große Chancen. Insbesondere in der Sturzprävention können digitale und sensorgestützte Systeme in Verbindung mit KI dabei helfen, individuelle Risiken frühzeitig zu erkennen, besser zu verstehen und gezielte präventive Maßnahmen abzuleiten. Deshalb widmet sich StAnD genau diesem Thema: der Entwicklung datenbasierter Ansätze, um Sturzrisiken perspektivisch früher sichtbar zu machen und Prävention im Alltag wirksamer zu unterstützen.
Ziel des Projektes
Ziel des Projektes StAnD ist die Entwicklung eines sensorgestützten Systems zur frühzeitigen Erkennung und Verhinderung von Sturzrisiken auf Basis physiologischer Daten. Dieses Frühwarnsystem soll eine erhöhte Sturzgefahr bei gefährdeten Personen mittels KI-gestützter Datenanalyse rechtzeitig erkennen, vorwarnen und präventive Maßnahmen vorschlagen.
Die Projektpartner von StAnD
Die Projektpartner HKE, 2PCS und MCI verfügen über unterschiedliche, sich ergänzende Vorerfahrungen, die in dieser Kooperation zusammengeführt werden. Dadurch soll ein Verfahren erprobt werden, das langfristig für die Versorgung in beiden Gesundheitssystemen nutzbar gemacht werden könnte.

Prof. Dr. Petra Friedrich
Die Hochschule Kempten bringt für StAnD zentrale Vorerfahrungen ein: langjährige Forschung im AAL-Bereich, die Projektleitung im Leuchtturmprojekt CARE REGIO inklusive des Teilprojekts „Assistive Systeme“. Außerdem ist die Hochschule Kempten Standort des Bayerischen Zentrum Pflege Digital als Bestandteil der HighCare Agenda.

Prof. Dr. Yeongmi Kim
Mit Prof. Yeongmi Kim des Departments Medical & Health Technologies kann das Management Center Innsbruck bereits auf mehrere, teils internationale, Forschungsprojekte im Bereich der KI für AAL, Wearables sowie medizinischer Robotik aufbauen. Auf Basis dieser anwendungsorientierten Forschung werden durch das MCI Modelle zur Sturzprävention im Zuge von StAnD entwickelt und trainiert.

Dr. Felix Piazolo
Die 2PCS Solutions GmbH bringt für StAnD zentrale Praxiserfahrung aus Ruf-, Alarmierungs- und Ortungslösungen für Pflege- und Betreuungseinrichtungen ein. Im Projekt erweitert 2PCS die Wearable-Hardware um geeignete Sensorik, integriert den Datenaustausch mit der Datenplattform und unterstützt die Pilotierung, Datenerhebung und Validierung.

Das StAnD Projektteam beim Kick-Off Meeting im Firmensitz von 2PCS in Sistrans (AT).
Roadmap Projekt StAnD
Das Projekt StAnD wird gefördert von

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